Militia Immaculatae

Hl. Maximilian M. Kolbe
 

Betrachtung für den 14. Mai 2021

Liebe Schwestern und Brüder,

Der Monat Mai ist für unsere geistliche Vorbereitung auf den 80. Todestag vom P. Maximilian M. Kolbe sehr wichtig. Am 28. Mai 1941 wurde P. Maximilian in einem Zugtransport nach Auschwitz ins KZ gebracht. Ab diesem Moment ist er eine Nummer, die Nummer 16670, kein Mensch mehr. Trotzdem versucht er die Würde des Menschen in der Hölle von Auschwitz durch das persönliche Gebet zu bewahren. Die Erlösung der Menschen war für ihn immer schon das Wichtigste. Er wusste, dass es außer in Jesu – der durch die unbefleckte Jungfrau Maria in unsere Welt gekommen ist – keine Erlösung gibt. Deswegen sagte er zu seinen Mitbrüdern noch in Niepokalanow: „Und auf welche Weise hat der hl. Franziskus an der Erlösung der Seelen gearbeitet? Wir wissen, dass Bekehrung und Heiligung die Frucht der Gnade sind, und dass wir mit dieser Gnade zusammenarbeiten müssen. Ohne Gottes Gnade versuchte der hl. Franziskus nicht an der Bekehrung zu arbeiten. Woher soll man Gnade bekommen? Derzeit reift das Dogma heran, dass die Immaculata die Mittlerin aller Gnaden ist. Je näher wir demnach jemanden an die Allerheiligste Mutter bringen, umso sicherer erleichtern wir ihm die Bekehrung und Heiligung.“

Mit dieser starken Überzeugung ging P. Maximilian in seinen letzten Kampf um die Erlösung der Seelen in Auschwitz. Sein Rosenkranz, den wir als Reliquie in Maximiliankirche in Oswiecim aufbewahren, begleitete ihn im schrecklichen Alltag von Auschwitz. Als Beweis seiner Sorgen um die Erlösung der Seelen in Auschwitz gilt die Geschichte von einem verzweifelten jungen Mann, der sich entschlossen hatte, den schnellen Tod durch den Stromschlag am Stacheldraht zu nehmen. Ihm schenkte er seinen geliebten Rosenkranz. Diese einfache Tat rettete das Leben des jungen Mannes. Als er diesen Rosenkranz P. Maximilian zurückgeben wollte, war der Heilige schon im Hungerbunker. 

So lehrt uns P. Kolbe, wie wir denken und handeln sollen. Gerade dort, wo es uns nicht gut geht, sollen wir aus ganzem Herzen auf die Mittlerin aller Gnaden vertrauen, darauf, dass sie uns hilft. Sie wird auch uns den Weg des Glaubens zeigen, genauso wie sie P. Maximilian M. Kolbe den Weg der Liebe und Hingabe gezeigt hat. Sie wird uns Gnaden schenken, damit wir sogar in den größten Schwierigkeiten und Problemen, ihre Gegenwart und Liebe spüren können. 

Pace e bene, 
P. Hieronim Jopek 


Fürbitten 14. Mai 2021

Auf die Fürsprache der Mittlerin aller Gnaden wollen wir in allen Anliegen unserer Kirche und Welt zu Gott rufen:

  1. Für unseren Papst Franziskus, dass er in der Welt ein Zeichen dafür ist, dass Gott die Liebe ist.
  2. Für alle Bischöfe, Priester und Ordensleute, dass sie die Kraft für ihr Zeugnis des christlichen Lebens aus ihrem Glauben und ihrer Liebe zu Gott schöpfen.
  3. Für alle Ritter der Unbefleckten, dass sie wie P. Maximilian Kolbe ihre ganze Hoffnung und ihr ganzes Vertrauen auf die Mittlerin aller Gnaden setzen.
  4. Für alle Menschen, die hoffnungslos leben und keinen Ausweg aus ihren Problemen sehen, dass sie in der Mittlerin aller Gnaden Trost und Licht finden.
  5. Für uns alle, die wir die Mittlerin aller Gnaden lieben und verehren, dass nie wir den Mut verlieren, für die Erlösung aller Seelen zu kämpfen. 

Gnädiger Gott, wir bitten Dich erhöre unser Gebet auf die Fürsprache der Mittlerin aller Gnaden, der Du lebst und liebst in alle Ewigkeit. Amen.