Militia Immaculatae

Hl. Maximilian M. Kolbe
 

Betrachtung für den 14. Februar 2021

Liebe Schwestern und Brüder! 

Vor drei Tagen haben wir in unserer Kirche den Gedenktag unserer Lieben Frau in Lourdes gefeiert. Auch für P. Maximilian M. Kolbe war dieser Tag sehr wichtig und er hat immer wieder daran erinnert. In allen Klöstern, in denen er war, bereiteten sich die Brüder in einer Novene auf diesen Gedenktag vor. P. Maximilian sah in diesem Gedenken nicht nur eine einfache Erinnerung an etwas Vergangenes, sondern eine lebendig machende Aufgabe des franziskanischen Ordens. 

Br. Sergiusz Pesiek notierte am Samstag, dem 18. Februar 1933 in Japan, dass „die Sache der Unbefleckten Empfängnis unserem Orden übertragen wurde. Und so haben wir vom hl. Franziskus bis zur Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis ein Kapitel der Geschichte vor uns, was diese Sache betrifft, und ab der Verkündigung des Dogmas haben wir ein zweites Kapitel dieses Lebens. Im ersten Teil sehen wir die Vorbereitungen, Bemühungen, die verschiedensten diesbezüglichen Dispute. Allen voran verteidigt der hl. Franziskus diese Sache, gefolgt vom hl. Bonaventura und dann von Duns Scotus, und sie bemühen sich zugleich um die Verkündigung des Dogmas. Im Jahre 1854 wird das Dogma verkündet. Ein paar Jahre nach der Verkündigung des Dogmas erscheint, wie zu seiner Bestätigung, die Immaculata selbst und sagt: «Ich bin die Unbefleckte Empfängnis». Für P. Maximilian M. Kolbe war es klar, dass die Sache mit dem Unbefleckten Empfängnis noch nicht erledigt ist. Er wollte, dass seine Mitbrüder den Auftrag des Herrn in dieser Welt so gut wie möglich erfüllen sollen. Egal wo sie sind und was sie gerade tun, sollen sie aus Liebe zu der Unbefleckten alle Kräfte sammeln und «sich erst recht an die Arbeit machen, um die Verehrung der Unbefleckten Empfängnis auf der ganzen Welt zu verbreiten und bekannt zu machen und sie jeder Seele einzuimpfen. Eine Menge Arbeit, damit alle die Immaculata kennen und lieben lernen»“. 

Um das zu erreichen sah P. Maximilian den Gehorsam als ein wichtiges Instrument an. Nur im Gehorsam kann in unserem Leben der Wille Gottes erfüllt werden. Nur so können wir unseren Auftrag in diesem Leben erfüllen. Um gehorsam zu sein, brauchen wir natürlich eine Tugend, die uns dabei hilft, immer das Richtige zu tun, nämlich die Demut. Am Vortag seiner Festnahme am 16. Februar 1941 in Niepokalanow betonte er, dass «Demut nicht darin besteht, dass wir die Gnade Gottes wegschieben, sondern darin, dass wir uns selbst nichts zuschreiben. Wenn sich die eine Seele besser dünkt als die anderen, dann geht sie unter. Man sollte dem Teufel kein Gehör schenken.» 

Wir wollen dem Teufel kein Gehör schenken, deswegen machen wir uns an die Arbeit, damit die Welt die große Liebe der Muttergottes annimmt und dadurch in Jesus verwurzelt sei. 

Pace e bene,
P. Hieronim Jopek 


Fürbitten 14. Februar 2021

P. Maximilian M. Kolbe hat in seinem Leben erkannt, dass die Unbefleckte nur eines will, den Willen ihres Sohnes in der Welt zu erkennen und zu erfüllen. Deswegen beten wir auf die Fürsprache unserer Lieben Frau in Lourdes: 

  1. Für unsere Kirche, dass sie immer bereit sei, vor allem auf Gott zu hören und Ihm zu gehorchen. 
  2. Für Papst, Bischöfe, Priester, Diakone und Ordensleute, dass sie aufs Neue ihre Berufung entdecken und sie durch den Geist beleben lassen. 
  3. Für alle Kranken, Notleidenden und Einsamen, dass sie Kraft und Stärke für ihren Alltag aus ihrem Glauben an Jesus Christus schöpfen. 
  4. Für unsere Verstorbenen, dass der Gute Hirt Jesus sie in seinem Reich aufnimmt und ihnen eine neue Erde und einen neuen Himmel schenkt. 
  5. Für uns alle, die wir noch auf der Suche nach dem lebendigen Wasser sind, das uns Leben spendet, dass wir Mut haben wie P. Maximilian in Demut die Wahrheit Gottes anzunehmen. 

Lebendiger Gott, Du hast uns deine Mutter gegeben, damit wir nicht alleine auf unserem Lebensweg sein müssen. Wir bitten Dich, erhöre unser Gebet auf die Fürbitte unserer Lieben Frau in Lourdes, der Du lebst und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.