Militia Immaculatae

Hl. Maximilian M. Kolbe
 

Betrachtung für den 14. Dezember 2020

Liebe Schwestern und Brüder,

im Advent sind wir alle in der Schule der Erwartung. Dieser Lernprozess ist nicht ganz einfach, dazu kommen gerade auch viele Ereignisse, die nicht sehr hilfreich sind, wenn es darum geht lernfähig zu bleiben. Gott wird Mensch, aber wir müssen warten. Besonders schwierig ist es für uns, da wir in einer Gesellschaft leben, die keine Geduld mehr dafür hat. Wie ärgern wir uns, wenn die Zeitung oder ein Packet noch nicht da ist und wir warten müssen? Wie ungeduldig werden wir, wenn wir vor einem Geschäft oder einer Postfiliale warten müssen? Oh wie regen wir uns auf, dass die Freundin oder der Freund uns nicht direkt eine Nachricht schickt? So könnte ich einige Beispiele nennen, die zeigen, wie wir in der adventlichen Schule des Wartens sehr oft unsere Prüfung nicht bestehen.

Warten bedeutet Geduld zu haben und ein tiefes Vertrauen zu entwickeln, dass das Erwartete zu uns kommen wird. Wie kann ich diese Geduld und dieses Vertrauen in mir entwickeln? Helfen kann uns hier unser hl. Pater Kolbe und seine Erfahrung mit der Zeit des Advents. Er selbst musste immer wieder staunen, wie er und seine Mitbrüder von der Unbefleckten geführt wurden. Sehr oft erzählte er ihnen, wie wichtig es ist immer das Vorbild der Muttergottes vor Augen zu haben, wie sie auf das Wort des Vaters vertraute und wie sie dadurch reifte, um den Willen des Vaters erfüllen zu können. Selbst als P. Maximilian Kolbes leiblicher Bruder, P. Alfons Kolbe, am 3. Dezember 1930 starb, vertraute er darauf, dass dieser jetzt beim himmlischen Vater ist, und so mehr helfen kann, als er es hier auf dieser Erde hätte tun können. Bei seiner ersten Gefangennahme im Jahre 1939 erkennen wir, dass der hl. Maximilian Kolbe der Muttergottes ganz vertraute und stets in der Erwartung lebte, dass sie ihn nie verlässt. Mit seiner Freilassung am 8. Dezember 1939, dem Hochfest der ohne Erbschuld empfangenen Muttergottes, bekam P. Kolbe schließlich ein deutliches Zeichen von ihr.

Der hl. Maximilian Kolbe war immer schon ein Mensch des Vertrauens und der Erwartung gewesen, sogar dann, wenn alles dagegen sprach, weil es für Gott nichts Unmögliches gibt.

Pace e bene
P. Hieronim Jopek


Fürbitten 14. Dezember 2020

In dieser Adventszeit möchten wir am 14. Dezember Gott auf die Fürsprache des hl. Maximilian Maria Kolbe bitten:

1.     Immer wieder erfahren wir in dieser Zeit, dass wir nicht warten können. Wir bitten Dich, schenke uns deinen Geist, der und dazu fähig macht, in Geduld und Liebe auf die Ankunft deines Sohnes warten zu können. Gott unser Vater…

2.     Es gibt viel Leid und Not in unserer Welt, die wir sehen und gerne helfen würden. Wir bitten Dich, schenke uns Mut und Stärke, deine Zeugen in dieser Welt zu sein. Gott unser Vater…

3.     Wie oft erfahren wir, dass Du uns nahe bist und nie verlässt. Stärke unser Vertrauen in deine Barmherzigkeit und Gegenwart. Gott unser Vater…

4.     Unsere Welt befindet sich in einer Zeit der Pandemie, die vielen Menschen den Tod gebracht hat. Wir bitten Dich für unsere Verstorbenen, nimm sie in dein Reich auf. Gott unser Vater…

Wir stehen vor Dir unser Herr und Gott, gestärkt durch das Beispiel des hl. Pater Maximilian Maria Kolbe, und bitten Dich, nimm unser Gebet an und stärke unsere Gemeinschaft mit Dir und untereinander. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.

Betrachtung und Fürbitten vom 14. Dezember 2020 als PDF-Datei zu Ausdrucken:
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