Militia Immaculatae

Hl. Maximilian M. Kolbe
 

Betrachtung für den 14. April 2021

Liebe Schwestern und Brüder,

von österlicher Freude erfüllt bin ich bei meinen Betrachtungen auf einen Text der Konferenz von P. Maximilian M. Kolbe gestoßen, die er zu seinen Mitbrüdern am Vortag seiner Reise nach Japan, dem 30. August 1933, in seinem Kloster Niepokalanόw gehalten hat. Die Worte des Heiligen bewegten mich so sehr, dass ich sie in unsere geistliche Vorbereitung auf seinen 80. Todestag mit hineinnehmen will. 

P. Maximilian erklärte nämlich seinen Mitbrüdern: „Hier ist alles, was wir aus Gehorsam tun etwas Bedeutendes. Und die Vollkommenheit jeder Tätigkeit hängt von der Vollkommenheit unserer Intention ab. So eine Reise nach Japan ist zum Beispiel nicht bedeutender als die Ausführung einer kleinen Anweisung der Vorgesetzten hier in Niepokalanόw. Ein Prediger hielt eine Predigt, und ein Brüderchen betete unter der Kanzel den Rosenkranz, und es stellte sich heraus, dass das Brüderchen durch sein frommes Rosenkranzgebet mehr bekehrte als der Prediger mit seiner Predigt.“ 
Damit wir P. Maximilian M. Kolbe, seine Tätigkeiten, sein Opfer und seinen Märtyrertod für einen Familienvater in Ausschwitz richtig verstehen können, sollen wir unseren Blick auf diese seine Aussage werfen: die Vollkommenheit jeder Tätigkeit hängt von der Vollkommenheit unserer Intention ab! Das bedeutet genauer gesagt, dass wir in unserem Herzen der Unbefleckten so rein und demütig dienen sollen, dass für uns nichts mehr wichtig ist, sondern nur noch der Wille der Immaculata zählt. 

P. Maximilian M. Kolbe lebte selbst nach diesen Prinzipien, weswegen er auch vollkommen auf die Muttergottes vertrauen, auf sie hören und ihr dienen konnte. Nicht das Äußere war wichtig, sondern die innere, reine und vollkommen aufgeopferte Herzensbewegung war für P. Maximilian der Maßstab aller Handlungen, egal wie fromm sie auch sein mochten. Die Intention unseres Herzens soll selbstlos, rein und gut sein. Dazu brauchen wir natürlich eine Freiheit, die wir nicht aus uns selbst haben können, sondern die vielmehr eine Gnade ist, welche wir uns von der Unbefleckten erbitten können. So ist P. Maximilians Ratschlag, egal was ich tue und was ich bin, wenn meine Intention vollkommen ist, bewirkt diese mehr und bringt reichere Früchte als jede nur äußere Handlung. 
Wir sollen jetzt in den nächsten 

30 Tagen mehr auf unsere innere Intention schauen, darauf wie wir beten, wie wir in unserem Herzen beten. Wir alle wollen gut beten, aber sehr oft werden wir durch die äußeren Einflüsse zerstreut und uns fehlt die nötige Andacht. Deswegen ist es gut, bevor wir mit dem Gebet beginnen, eine kurze Zeit der Vorbereitung, der inneren Intention zu halten. Dabei es hilft natürlich, aus der Welt rauszugehen, eine gewisse Zeit der Stille und des Gebetes in einem Raum zu finden, in dem wir ungestört beten können. Ich empfehle dazu natürlich unsere Kirchen und noch mehr die Orte, an denen es möglich ist eine eucharistische Anbetung zu halten.
Ich wünsche Euch eine fruchtbare Zeit des Gebetes und des Wachstums in eurem Glauben: „die Vollkommenheit jeder Tätigkeit hängt von der Vollkommenheit unserer Intention ab!“ 

Pace e bene, 
P. Hieronim Jopek


Fürbitten 14. April 2021

„Die Vollkommenheit jeder Tätigkeit hängt von der Vollkommenheit unserer Intention ab!“ sagte P. Maximilian Kolbe seinen Mitbrüdern vor seine Reise nach Japan. Auch wir wollen Gott auf die Fürsprache der Unbefleckten bitten:

  1. Für unseren Papst Franziskus, dass er in dieser schweren  Zeit Kraft und Kreativität aus dem Geist Gottes schöpft.
  2. Für alle Bischöfe, Priester und Ordensleute, dass sie in  ihrer Berufung nicht vergessen, dass die Vollkommenheit jeder Tätigkeit von der Vollkommenheit unserer Intention  abhängt.
  3. Für alle Ritter der Unbefleckten, die sich der Muttergottes  in ihrem Leben geweiht haben, dass die in ihrem Herzen jene Liebe zu der Unbefleckten entwickeln lassen, die P.  Maximilian hatte. 
  4. Für alle Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind,  lass sie Deine Liebe und Barmherzigkeit erfahren, damit  sie die Entscheidung treffen, in die Gemeinschaft zurückzukehren.
  5. Für uns alle, die wir uns immer wieder bemühen ein reines und gutes Herz zu haben, das bereit ist in jeder Situation den Willen der Unbefleckten zu erkennen und zu tun, um eine gute Vorbereitung auf das Jubiläum des 80. Todestages von P. Kolbe im kommenden August. 

Guter und barmherziger Gott, wir stehe vor Dir und bitten Dich, erhöre unser Gebet, das wir auf die Fürsprache der Unbefleckten Jungfrau Maria zu Dir bringen. Der Du lebst und herrschest in Ewigkeit. Amen.