Militia Immaculatae

Hl. Maximilian M. Kolbe
 

Dritte Woche - Weihe unseres spirituellen Seins (Geist)

15. Tag: Weihe an die Wahrheit

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gebet:
„Komm, Vater des Lichts, schenke mir Deine Weisheit, den Geschmack an der Wahrheit! Schenke mir die Liebe, die drängt, ohne den Willen zu zwingen, diese fruchtbare Gnade, den tiefen Frieden und Deine all-mächtige Hilfe!“ (hl. Ludwig-Maria Grignion von Montfort)

Glaubensbekenntnis:

Schriftlesung:
„Meine Kinder, wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit. Daran werden wir erkennen, dass wir aus der Wahrheit sind, und werden unser Herz in seiner Gegenwart beruhigen. Denn wenn das Herz uns auch verurteilt - Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles.“ (1 Joh 3, 18-20)

Gedanke eines Heiligen:
„Habe niemals Angst vor Gott. Er ist dein liebender Vater, Er kann nur lieben, und Er hat nur den einen Wunsch, wieder geliebt zu werden. Er hat Durst nach unseren armen, kleinen Herzen, die in seinen eigenen schöpferischen Händen entstanden sind und in die Er einen Funken der Liebe Seines Herzens hineingelegt hat.“ (Marcel Van)

Betrachtung:
Nur durch eine größere Vertrautheit mit dem Heiligen Geist können wir die Wahrheit erkennen. Sie ist nicht ein Begriff, sondern eine Person: Jesus Christus (Joh 14, 6). Man kommt jedoch nur durch den Heiligen Geist zu Christus (1 Kor 12, 4).
Eine Jugendliche sagte mir einmal: „Meine Götter sind die Götter des Rap, es sind die „Schwarzen“. Ich verehre die „Schwarzen“, und ich bete sie an. Jesus ist eine Ideologie, eine Erfindung der Menschen. Ich glaube nicht an Ihn, Er existiert nicht.“ Ich fand keine Worte, um sie zu überzeugen, denn sie war von ihrer Überzeugung ganz eingenommen. Ich habe sie nur gefragt, ob ich für sie beten dürfe, damit der Heilige Geist selber sie überzeuge. Sie erlaubte es, ohne besonders daran zu glauben. Am nächsten Morgen kam sie zu mir und sagte mir unter Tränen, dass sie Jesus Christus als den Herrn ihres Lebens annehmen möchte. Sie war noch in derselben Nacht von der Gnade Gottes berührt worden!
Das ist das Werk des Heiligen Geistes. Er ist es, der uns in die ganze Wahrheit führt (Joh 16, 13). Indem wir Ihm täglich im Gebet Zeit einräumen, heilt Er uns von den falschen Bildern, die wir möglicherweise von Gott haben. Unsere verletzte Kindheit, unsere Geschichte, unsere Kultur, unsere Mentalität und unser Umfeld formen in uns falsche Bilder von Gott. Die Jünger waren drei Jahre mit Jesus zusammen, ohne Ihn ganz zu erkennen. So geht es uns oft auch, wir haben noch viele Geheimnisse zu entdecken. In der Anbetung erkennen wir Jesus tiefer durch das Wirken des Heiligen Geistes. Er ist die Wahrheit (Joh 14, 6).

Gedanken von Papst Johannes Paul II.:
Gott allein ist gut, das bedeutet: In ihm und nur in ihm haben alle Werte ihre erste Quelle und ihre endgültige Erfüllung; er ist „das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende“. In ihm allein finden diese Werte ihre Echtheit und ihre letzte Bestätigung. Ohne ihn - ohne die Beziehung zu Gott - hängt die gesamte Welt irdischer Werte über einer abgrundtiefen Leere. Sie verliert dabei auch ihre Klarheit und Ausdruckskraft. Dann bietet sich das Böse als gut dar, und das Gute wird geächtet. Zeigt das nicht die Erfahrung unserer Tage, wo immer Gott aus dem Bereich der Wertungen, der Urteile, der Handlungen herausgedrängt worden ist? (Apostolisches Schreiben Dilecti amici, Nr.4, 1985)

Vertiefung:
Stelle dir die Frage: „Welche Götter oder Ido-le gibt es in meinem Leben, die mich vom Vater im Him-mel entfernen?“ Versuche, diese Idole (materieller oder menschlicher Art) eine Zeit lang bewusst beiseite zu las-sen. Wenn du dabei einen Mangel empfindest, bitte Gott, diesen auszugleichen.

Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:

Weihegebet:
O Maria, Tochter des Vaters und Braut des Heiligen Geistes, Dein Herz und Dein Blick sind auf das wahre Licht ausgerichtet. Gott ist für Dich Alles und Du bleibst anbetend im Herzen der Dreifaltigkeit. Du bist Jesus nachgefolgt, Ihm, der „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ist. Heute liegen so viele Wege vor mir, so viele andere Wahrheiten, die vorgeben, das Glück zu bringen. Du bist die Mutter der Wahrheit; beschütze mich vor Täuschungen, vor Lügen, vor leerer Ruhmsucht. Weihe mich Jesus, der die Wahrheit und das Leben ist. In Dir werde ich das wahre Antlitz Gottes finden.

Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen

16. Tag: Weihe der Leiden 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gebet:
„Der du der Tröster wirst genannt, vom höchsten Gott ein Gnadenpfand, du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut, der Seele Salbung, höchstes Gut.“ (Komm Schöpfer Geist)

Glaubensbekenntnis:

Schriftlesung:
„Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbar-werden der Söhne Gottes. Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, son-dern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung.“ (Röm 8, 18-21)

Gedanke eines Heiligen:
„O Maria, meine Mutter, nimm mein Herz, und entferne dich nie von mir, denn dein An-blick gibt mir die Kraft, die zum Sieg führt. O meine Mutter, Du bist meine Schutzwehr, das Heilmittel gegen meine Verwundungen, die Krankenschwester, deren Hände immer bereit sind, die Wunden des Herzens zu verbinden und die Tränen abzuwischen. O Maria, ich kann nicht anders als meinen Blick immer auf dich gerichtet zu halten und mich deinem Schutz anzuvertrauen.“ (Marcel Van)

Betrachtung:
„Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jes 53, 5) Dieses Wort des Propheten ist klar. Durch die Wunden von Christus sind wir geheilt; nicht durch Okkultismus, nicht durch Spiritismus, nicht durch Praktiken des New Age, nicht durch Drogen oder Alkohol, nicht durch Hellsehen oder Satanismus. Wir sind geheilt durch seine Wunden. Jesus hat uns den Frieden gebracht durch Sein Blut, das Er am Kreuz für uns vergossen hat (Kol 1, 20).
Gott kann wirklich alles zum Guten wenden. Das Kreuz, das der größte Fluch war, ist zur Quelle unseres Heils geworden, zur Quelle deines Heils! Christus ist für dich am Kreuz gestorben, damit du von der Sinnlosigkeit deiner Leiden geheilt wirst. Setze dein Vertrauen in Gott, und Er wird dir zur Hilfe kommen; folge Seinem Weg und hoffe auf Ihn. Du bist nicht allein in deinem Leiden.

Gedanken von Papst Johannes Paul II.:
Jesus verkündet: Selig sind die Trauernden, d.h. die Weinenden, die einen physischen oder moralischen Schmerz empfinden; denn sie werden getröstet werden. (Mt 5, 5) Das Leiden ist in einem gewissen Sinn das Los des Menschen, der in Schmerzen geboren wird, sein Leben in Bedrängnis ver-bringt und zu seinem Ziel, zur Ewigkeit, durch den Tod hindurch gelangt, der eine große Reinigung ist, durch die wir alle hindurchgehen müssen. Deshalb ist es so wichtig, den christlichen Sinn des menschlichen Leidens zu ent-decken. Mit dem Blick gerichtet „auf alle Kreuze der Menschen von heute“ (Nr. 31), habe ich bestätigt, dass „im Leiden eine besondere Kraft verborgen ist, die den Menschen innerlich Christus näher bringt“ (Nr. 26). Das ist der Trost für die Weinenden. Die Jugendlichen, die ihre Großzügigkeit mit ins Spiel bringen, dürfen im Licht der Seligpreisungen niemals Angst haben vor dem Leiden. Sie müssen immer denen nahe sein, die leiden und sie müssen es verstehen, in ihren eigenen Bedrängnissen und in denen ihrer Brüder und Schwestern den erlösenden Wert des Schmerzes zu entdecken, die durch das Evan-gelium kommende Kraft aller Leiden.3 (Johannes Paul II, Peru, 1985)

Vertiefung:
Frage dich: „Wie gehe ich mit meinem Leiden um? Beklage ich mich ständig und habe ich deswegen an Lebensfreude verloren?“ Versuche zu sehen, wie du durch dein Leiden wachsen und reifen kannst. Versuche, das Positive zu sehen, das sich daraus ergeben kann, und das Gute, das Gott noch daraus machen kann. In den Augenblicken, wo der Schmerz zu stark wird, denke an diese positiven Möglichkeiten. Mach einen Schritt im Vertrauen auf Gott zu und sage Ihm: „Ich glaube an Dei-ne Macht, selbst dieses Leiden zum Guten zu wenden.“

Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:

Weihegebet:
O Maria, Mutter der Schmerzen, Du hast Jesus in Seiner Passion begleitet, die Er aus Liebe zu uns durchlebt hat. So bist Du die Trösterin der Betrübten und die Mutter der Barmherzigkeit geworden. Ich komme heute zu Dir, o Mutter, um Dir alle meine Leiden zu geben, besonders jene, die ich nicht verstehe und die ich nur schwer ertragen kann. Mutter des Trösters, ich weihe Dir all diese Leiden. Als Mutter tröstest Du Deine Kinder, und durch dich kann auch ich im Leiden den Geist des Trostes und den Frieden empfangen. Lehre mich diejeni-gen zu trösten, die in Bedrängnis sind und lehre mich, aus jedem Leiden ein Opfer für Jesus zu machen, für das Heil der Welt.

Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen

17. Tag: Weihe für eine Hoffnung im Alltag 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gebet:
„Heiliger Geist, Geist des Lichts, Geist der Liebe, Heiliger Geist, komm in unsere Herzen. Du leitest und er-leuchtest uns, komm in unsere Herzen! Heiliger Geist, komm in unsere Herzen, komm in unsere Herzen.“ (Esprit de Lumière, Jeunesse Lumière)

Glaubensbekenntnis:

Schriftlesung:
„Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Jeder, der dies von ihm erhofft, heiligt sich, so wie Er heilig ist. (1 Joh 3, 2-3)
Gedanke eines Heiligen: Die Barmherzigkeit Gottes ist unendlich viel größer als alle Sünden, die alle Geschöpfe zusammen begehen können. (hl. Katharina von Siena)

Betrachtung:
In der Taufe wurde uns die Hoffnung geschenkt. In ihrem Licht erkennen wir die Tiefe der Barmherzigkeit Gottes. Diese Flamme muss genährt werden, insbesondere durch die Sakramente der Eucharistie und der Versöhnung. Der Kompromiss mit der Sünde führt uns mehr und mehr in die Finsternis, vor allem wenn wir uns bewusst entschließen, den schlechten Weg weiterzugehen. Dann verlieren wir den Frieden, und die Zweifel nehmen zu. So können wir uns nicht mehr über die Liebe Gottes freuen und glauben, dass Gott uns verlassen hat. Wir können trotzdem immer in der Hoffnung wachsen, egal wie schlimm unser Zustand auch ist. Zuerst indem wir die Sakramente empfangen, und dann durch eine tägliche Entscheidung. Jede gute Entscheidung und Tat helfen mit, die Welt aufzubauen. Dadurch dass wir persönlich beginnen trotz aller Hoffnungslosigkeit zu hoffen, geben wir der Welt die Hoffnung wieder. Dann werden wir zu Menschen, die bezeugen, dass Gott alles Schlechte zum Guten verändern kann, dass Er der Sieger ist!
Lasst uns nicht enttäuscht durch das Leben gehen, denn „die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen“ (Röm 5, 5), und Gott enttäuscht keinen, der auf Ihn hofft.

Gedanken von Papst Johannes Paul II.:
Wenn das Licht abnimmt oder ganz schwindet, vermag man die umgebende Wirklichkeit nicht mehr zu erkennen. In der Tiefe der Nacht kann man sich verängstigt und unsicher fühlen und wartet dann voll Ungeduld auf das Licht des anbrechenden Morgens. Liebe junge Leute, ihr müsst die Wächter des Morgens sein (vgl. Jes 21, 11-12), die den Aufgang der Sonne, den auferstandenen Christus, an-kündigen!
Das Licht, von dem Jesus zu uns im Evangelium spricht, ist das Licht des Glaubens, ein ungeschuldetes Geschenk Gottes, das uns das Herz erhellt und den Verstand er-leuchtet: „Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unserem Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi“ (2 Kor 4,6). Das ist der Grund, warum die Worte Jesu eine außerordentliche Bedeutung annehmen, wenn er seine Identität und seine Sendung erläutert: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, son-dern wird das Licht des Lebens haben“ vgl. Joh 8,12. (Bot-schaft zum XVII. Weltjugendtag, Toronto, 2002)

Vertiefung:
Bringe Gott in der Heiligen Messe deine hoffnungslosen Situation als Opfergabe. So kann Christus Sein Licht und Seine Hoffung in sie hineinlegen. Bekenne Ihm auch deinen Mangel an Hoffung, damit du durch die Barmherzigkeit Gottes erneuert wirst und auf einer neuen Basis beginnen kannst.

Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:

Weihegebet:
Maria, Mutter der Hoffnung, Du bist in den Tagen der Prüfung im Glauben standhaft geblieben. Du hast fest vertraut, dass die Verheißungen Gottes sich zu ihrer Zeit erfüllen würden. Am Tag seiner Passion hat Jesus, Dir gesagt: „Frau, siehe dein Sohn!“ Seither kann jeder Mensch als Dein Kind Zu-flucht zu Dir nehmen, zu Deinem Glauben und zu Deiner Hoffnung. Ich weihe mich Dir, Mutter der Kirche, mit der ganzen Liebe, zu der ich fähig bin. Hilf mir, dass jedes Wort Gottes und die Sakramente der Kirche meinen Glauben und meine Hoffnung stärken. So wird mein Leben fruchtbar in der Hoffnung, die Gott schenkt.

Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen

18. Tag: Weihe unserer Gotteskindschaft

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gebet:
„Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile, was verwundet ist. Wärme Du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt. Gib allen, die den Glauben haben und auf Dich vertrauen, die sieben Gaben des Heiligen Geistes. Gib ihnen Würde und Tugend, das Heil und die ewige Freu-de.“ (Pfingstsequenz)

Glaubensbekenntnis:

Schriftlesung:
„Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen und damit wir die Sohnschaft erlangen. Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: Abba, Vater. Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; bist du aber Sohn, dann auch Erbe, Erbe durch Gott.“ (Gal 4, 4-6)

Gedanke eines Heiligen:
„Maria ist Gottes erhabene Gussform, vom Heiligen Geist gebildet, um den mensch-gewordenen Gott durch die „hypostatische“ Vereinigung und den vergöttlichten Menschen durch die Gnade zu formen. Kein Zug der Gottheit fehlt dieser Form. Wer in ihr gegossen wird und sich bereitwillig formen lässt, der empfängt ohne viel Qual und Mühe, auf eine sanfte und der menschlichen Schwachheit angepasste Weise alle Züge Jesu Christi, ohne eine Gefahr einer Täuschung; denn der Teufel konnte niemals an Maria heran und wird es niemals können. Und schließlich ist dieser Weg heilig und unbefleckt, ohne Schatten der geringsten Sünde.“ (hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)

Betrachtung:
Die Beziehung zwischen Vater, Sohn und Heiliger Geist ist das Fundament der Heiligsten Dreifaltigkeit. Auch im Leben jedes Menschen ist die Fähigkeit, Beziehungen einzugehen, etwas Grundlegendes. So gibt uns erst die Beziehung zu Gott Vater unsere Daseinsberechtigung. Gott macht uns zu seinen Kindern, wenn wir Christus seinen Sohn annehmen. „Allen aber, die ihn auf-nahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden“ (Joh 1, 12). Der Apostel Paulus sagt dazu: „...alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes“ (Röm 8, 14).
Weil die Welt den Heiligen Geist nicht kennt, kann der einzelne Mensch zum bloßen Objekt degradiert werden. Daher kommt die Verachtung des Lebens der anderen und des eigenen Lebens: die Menschheit wird zum Opfer von Selbstmord, Abtreibung, Euthanasie und von allen Arten der Sklaverei und Unterdrückung. Verhalte dich nicht so, als wärest du „von der Welt“, denn du hast die Macht erhalten, „Gottes Kind“ zu sein. Lebe in inniger Verbundenheit mit Gott, bete zum Heiligen Geist, damit du innerlich die Freiheit der Kinder Gottes leben kannst.

Gedanken von Papst Johannes Paul II.:
Der Mensch braucht diesen liebevollen Blick: Er muss das Bewusstsein haben, geliebt zu sein, von Ewigkeit her geliebt und er-wählt zu sein. Diese ewige Liebe göttlicher Erwählung begleitet den Menschen durch sein Leben wie der liebende Blick Christi. Und vielleicht am stärksten im Augenblick der Prüfung, der Erniedrigung, der Verfolgung, der Niederlage, wenn unser Menschsein vor den Augen der Leute fast ausgelöscht ist, geschändet und zertreten.
Dann wird das Bewusstsein, dass der Vater uns immer schon in seinem Sohn geliebt hat, dass Christus selbst einen jeden ohne Unterlass liebt, zu einem festen Halt für unsere gesamte menschliche Existenz. Wenn alles für den Zweifel an sich selbst und am Sinn des eigenen Lebens spricht, dann lässt uns dieser Blick Christi überleben, das Bewusstsein von jener Liebe, die sich in ihm mächtiger als jedes Übel und jede Zerstörung erwiesen hat.
Ich wünsche euch also, die gleiche Erfahrung wie der junge Mann im Evangelium macht: „Jesus blickte ihn an und gewann ihn lieb“, Mk 10, 21. (Apostolisches Schreiben Dilecti Amici Nr. 7, 1985)

Vertiefung:
Da Gott dein Vater ist, kannst du Ihm alles anvertrauen, denn Er liebt dich ohne Bedingungen. Sage Ihm alles, was du sonst niemandem anvertrauen kannst. Bitte Ihn, als Vater an dir zu handeln, als dein Erzieher. Lass Ihn anschauen, was du nicht anschauen willst. Nimm Seinen wohlwollenden Blick an, der auf dir ruht.

Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:

Weihegebet:
Maria, Deine Freude ist es, die geliebte Tochter des himmlischen Vaters zu sein; das ist Deine tiefste Identität und die Kraft, die Dich zum Vater führt. Ich glaube, dass der Vater uns aus Liebe von Ewigkeit her erwählt hat, damit wir Seine vielgeliebten Kinder sind. Aber trotzdem habe ich manchmal Angst vor dem Blick des Vaters, sogar vor Seiner Barmherzigkeit. Maria, Du bist die Frau, die der Schlange den Kopf zertritt. Ich weihe mich Dir und stelle mich unter Deinen Schutz! Hilf mir, dass ich wie Du immer mehr in einer vertrauenden und liebevollen Beziehung zum Vater wachse!
Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen

19. Tag: Weihe für Glück, Freude und erfülltes Leben

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gebet:
„Höchster Tröster in der Zeit, Gast der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not. In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod. Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring bis auf der Seele Grund.“ (Pfingstsequenz)

Glaubensbekenntnis:

Schriftlesung:
„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte gibt sein Leben für die Schafe.“ (Joh 10, 10-11)

Gedanke eines Heiligen:
„Gott will, dass die, die Ihm ge-hören, glücklich und heilig sind.“ (sel. Mutter Teresa von Kalkutta)

Betrachtung:
Die Gesellschaft redet uns ein, dass das Glück darin bestehe, tun zu können, was man will, viel Geld und vor allem keine Probleme zu haben. Wir hinge-gen sprechen hier über ein anderes Verständnis von Glück. Jesus sagt: „Selig, die Trauernden ... Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden ... Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft werdet...“ (Mt 5). Jesus verspricht uns nicht ein ruhiges Leben ohne Unannehmlichkeiten. Das Glück besteht zum Beispiel nicht darin, nicht verfolgt zu werden, sondern in der Verfolgung bei Gott Geborgenheit zu finden. Glücklich sein bedeutet, Geschmack am Leben zu haben, weil wir wissen, dass wir grenzenlos geliebt werden, bedingungslos und bis in Ewigkeit. Das Leben hat kein Ende, nichts kann es auslöschen, es ist ewig und triumphiert immer über den Tod. Manche Menschen wählen den Selbstmord, weil sie Situationen durchleben, die sie als ausweglos ansehen und daran verzweifeln. Sie wissen nicht, dass das Leben immer das letzte Wort hat und dass es keinen Grund gibt, aufzugeben. Je mehr wir lieben und je mehr wir versuchen, andere glücklich zu machen, indem wir ihnen etwas von uns selbst schenken, desto vollkommener wird unser eigenes Glück. Wegen dieses Lebens in Fülle haben wir nicht das Recht aufzugeben! Der Gott, den du anbetest, Jesus von Nazareth, ist der Gott der Lebenden und nicht der Toten. Du bist also ein Lebender: wähle das, was du bist!

Gedanken von Papst Johannes Paul II.:
Wir haben gesehen, dass der reiche Jüngling den Ruf gehört hat: „Folge mir nach!“, aber dass „er traurig wegging, denn er war sehr reich“. Die Traurigkeit dieses jungen Mannes muss uns zum Nachdenken bringen. Wir könnten versucht sein zu glauben, dass die Tatsache, reich zu sein, uns glücklich machen könnte, aber wir sehen, dass für den jungen Mann des Evangeliums seine vielen Reichtümer ein Hindernis geworden sind für die Nachfolge Jesu. Er konnte nicht „ja“ sagen zu Jesus und „nein“ zu sich selbst, „ja“ zur Liebe und „nein“ zur Flucht. Die wahre Liebe ist anspruchsvoll, und ich würde meine Aufgabe nicht richtig erfüllen, wenn ich euch dies nicht in aller Klarheit sagen würde. Denn Jesus hat auch gesagt:
„Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch sage.“ (Joh 15,14).
Die Liebe erfordert Anstrengung und persönlichen Einsatz, um den Willen Gottes zu tun. Sie bedeutet Disziplin und Opfer, aber sie bedeutet auch Freude und menschliche Fülle. Liebe junge Leute, habt keine Angst vor der ehrlichen Anstrengung, vor der ehrlichen Arbeit. Habt keine Angst vor der Wahrheit. Mit der Hilfe von Christus und durch das Gebet, könnt ihr auf seinen Ruf antworten und den Versuchungen, der vorübergehenden Begeisterung und allen Formen der Massenmanipulation widerstehen. Öffnet eure Herzen für den Christus des Evangeliums, für seine Liebe, für seine Wahrheit, für seine Freude; geht nicht „traurig weg“! (Betrachtung über Mk 10, 17-22, Boston, Oktober 1979)

Vertiefung:
Stelle dir folgende Fragen: „Bremse ich nicht manchmal meine Begeisterung für gute Entscheidungen wie z.B. in Situationen, wo meine Hingabefähigkeit herausgefordert wird, weil ich eine gewisse materielle, psychische oder spirituelle Bequemlichkeit bewahren will? Was bringt mir diese Bequemlichkeit?“ Versuche einige Tage darauf zu verzichten, um eine größere Freude zu erfahren

Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:

Weihegebet:
Maria, Du hast immer mit Freude den Willen Gottes angenommen, Du hast das Leben angenommen, das Er Dir geschenkt hat. Ich weihe Dir all meinen Mangel an Vertrauen und Glauben, jeden Augenblick, in dem ich zweifle, dass Gott mein Glück will. Lehre mich Aus-dauer im Gebet, hilf mir, an die Erfüllung der Verheißungen Gottes zu glauben. Durch Dich, Du ganz Reine, wei-he ich mich dem Willen Gottes, um das neue Leben im Heiligen Geist in Fülle zu empfangen. Mach mich Deinem Sohn Jesus ähnlich, damit ich mit Freude dem Ruf Gottes folgen kann.

Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen

20. Tag: Weihe der Geistesgaben und Charismen

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gebet:
„Komm Schöpfer Geist, kehr bei uns ein, besuch das Herz der Kinder dein: die deine Macht erschaffen hat, erfülle nun mit deiner Gnad. O Schatz, der siebenfältig ziert, o Finger Gottes, der uns führt, Geschenk, vom Vater zugesagt, du, der die Zungen reden macht.“ (Komm, Schöpfer Geist)

Glaubensbekenntnis:

Schriftlesung:
„Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt.“ (1 Kor 12, 4-7)

Gedanke eines Heiligen:
„Wer die reife und gute Frucht haben will, muss den Baum haben, der sie hervorbringt. Wer die Frucht des Lebens haben will, Jesus Christus, muss den Baum des Lebens haben, der Maria ist. Wer in sich das Wirken des Heiligen Geistes haben will, muss seine treue Braut Maria haben, die ihn fruchtbar macht.“ (hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)

Betrachtung:
Wer kann uns besser für den Heiligen Geist öffnen als Maria, die von Ihm überschattet wurde? (vgl. Lk 1, 35) Sobald wir uns Maria nähern, sind wir in Kontakt mit dem Heiligen Geist. Das bedeutet nicht, dass wir wie durch einen Zauberspruch in einem Augenblick ganz verwandelt werden. Maria ist unsere Mutter, die uns erziehen und formen möchte, bis dass wir die Charismen, die Gaben und den Hauch des Heiligen Geistes empfangen können und dadurch verfügbar werden für göttliche Eingebungen. Dies wird möglich, wenn wir dem Heiligen Geist erlauben, uns zu leiten, und im treuen und beharrlichen Gebet auf Ihn hören. Unter der Fürsprache von Maria wird Er uns zu einer vollkommenen Treue führen. Er wird durch uns Zeichen, Wunder und gute Werke voll-bringen. Wagen wir es doch, zu bitten! Wagen wir es, an Wunder zu glauben! Wagen wir es, glühende Apostel zu sein!

Gedanken von Papst Johannes Paul II.:
Liebe Jugendliche, ihr müsst, wo immer ihr auch seid, unter euren Zeit-genossen und in allen Umständen eures Lebens, die mutigen Zeugen dieser „großen Dinge“ sein. Maria, die Jungfrau, empfänglich für das Wehen des Heiligen Geistes, ist an eurer Seite, sie, die großzügig „ja“ zum Plan Gottes gesagt hat, hat der Welt das so lange ersehnte Heil gebracht.
Indem wir sie anschauen - die demütige Magd des Herrn, heute glorreich in den Himmel erhoben -, sage ich euch mit dem Heiligen Paulus: „Lasst euch durch den Heiligen Geist leiten“ (Gal 2, 16). Erlaubt dem Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates und der Stärke, der Kenntnis, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht (Jes 11, 2) eure Herzen und euer Leben zu durchdringen und, durch euch, das Angesicht der Erde umzugestalten. So wie einst der Bischof sagte, als er euch das Sakrament der Firmung spendete, so wiederhole ich euch: Empfangt den Heiligen Geist! Bekleidet euch mit der Kraft, die von Ihm ausgeht, werdet Erbauer einer neuen Welt, die ge-gründet ist auf der Wahrheit, der Gerechtigkeit, der Solidarität und der Liebe! (Predigt in Tschenstochau, 15. August 1991)

Vertiefung:
Frage dich: „Wie gebrauche ich die Gaben, die der Heilige Geist in mich hineingelegt hat? Ist mir überhaupt bewusst, dass ich solche Gaben habe?“ Lies in der Bibel bei Jes 11,2, wo die Gaben aufgezählt sind, die du ja schon erhalten hast. Danke Gott für diese Ge-schenke!

Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:

Weihegebet:
Maria, Braut des Heiligen Geistes, führe mich zur klaren, reinen Quelle, aus der das Wasser des Lebens sowie die Gnaden und Gaben des Geistes über-reich hervorquellen. Du wirst als „Quelle der Gnaden“ angerufen, Du, die Mutter der Kirche und Königin der Apostel und Propheten.
Ich bitte Dich inständig um ein neues Pfingsten der Liebe für die Kirche und für die Welt. Du bist im Herzen der betenden Kirche, und ich weihe mich Dir, damit ich mich ganz für eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes öffne, für seine Gaben und Charismen, im Dienst der Neuevangelisierung und der Zivilisation der Liebe.

Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen

21. Tag: Weihe unseres Gebetslebens

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Gebet:
Komm Schöpfer Geist, kehr bei uns ein, besuch das Herz der Kinder dein: die deine Macht erschaffen hat, erfülle nun mit deiner Gnad. Treib weit von uns des Feinds Gewalt, in deinem Frieden uns erhalt, dass wir, geführt von deinem Licht, in Sünd und Elend fallen nicht.“ (Komm Schöpfer Geist)

Glaubensbekenntnis:

Schriftlesung:
„Wir haben ihm gegenüber die Zuversicht, dass er uns hört, wenn wir etwas erbitten, das seinem Willen entspricht. Wenn wir wissen, dass er uns bei allem hört, was wir erbitten, dann wissen wir auch, dass er unsere Bitten schon erfüllt hat.“ (1 Joh 5,14-15)

Gedanke eines Heiligen: 
„Deine Sehnsucht ist dein Gebet (...). Wenn du nicht aufhören willst zu beten, dann höre nicht auf, dich zu sehnen. Ist deine Sehnsucht beständig? Dann ist auch der Schrei deines Gebets beständig. Du wirst nur dann schweigen, wenn du aufhörst zu lieben.“ (hl. Augustinus)

Betrachtung:
Wir alle tragen in uns eine unendliche Sehn-sucht, geliebt zu werden, und dieser Wunsch nach Liebe ist abgrundtief. Warum haben wir solche Schwierigkeiten, uns ohne Vorbehalte in die Arme Gottes zu werfen, Er, dessen Macht grenzenlos ist? Er allein kann uns ganz und gar und für immer zufrieden stellen. Unser brennender Durst ist an sich schon ein Schatz, und der Herr wird ihn stillen. So wie uns nach Gott dürstet, so dürstet auch Ihn nach uns. Im Gebet begegnet uns Jesus, der Bettler der Liebe, und heilt unsere Schmerzen.
Alle Schätze, die wir im Gebet erhalten, wachsen auch in dem Maß, wie wir beten. Ob wir es fühlen oder nicht, Gott sucht uns und erwartet uns. In der Tat, das Wachstum im Gebetsleben macht oft Zeiten der Trockenheit und Prüfungen durch, aber Gott bleibt immer am Werk. Um für Sein beständiges Wirken offen zu bleiben, müssen wir zuerst und vor allem durch die Sakramente mit der Kirche verbunden bleiben. Die Erfüllung unserer täglichen Verpflichtungen und die geschwisterliche Liebe sind auch wichtige Mittel, um in der Beziehung zu Gott zu wachsen. Regelmäßiges persönliches Gebet, Anbetung und die Heilige Messe verändern unser Herz und machen uns Gott immer ähnlicher. Sie öffnen uns für die unsichtbare Welt. Lobpreis und Fürbitte geben uns Freude und Liebe, die uns zum Teilen mit anderen drängen. Halte am Gebet fest; du brauchst es, um lieben zu können.

Gedanken von Papst Johannes Paul II.:
Gewiss könnten soziale oder kulturelle Gewohnheiten, sowie persönliche Ereignisse euren Glaubensweg beeinträchtigt, oder euch davon weggebracht haben. Aber in der Tat, wenn ihr es wollt, habt ihr dennoch inmitten all der Schwierigkeiten - die ich gut verstehe - viele Möglichkeiten, in eurem Land, in dem Religionsfreiheit herrscht, diesen Weg zu gehen und mit der Gnade Gottes euren Glauben zu leben! Ihr habt die Mittel dazu! Gebraucht ihr sie wirklich? Im Namen der ganzen Liebe, die ich zu euch habe, zögere ich nicht, euch einzuladen: „Öffnet eure Tore weit für Christus!“ Was fürchtet ihr? Vertraut ihm! Wagt es, ihm zu folgen! Das erfordert natürlich, dass ihr aus euch selbst he-rausgeht, aus euren Meinungen, aus eurer „Weisheit“, aus eurer Gleichgültigkeit, aus nicht christlichen Gewohntheiten, die ihr vielleicht angenommen habt. Ja, das verlangt Verzicht zu üben, und es zu wagen, eine Bekehrung zu ersehnen, die ihr im Gebet erbitten und beginnen sollt, sie zu praktizieren. Lasst Christus für euch der Weg, die Wahrheit und das Leben sein! Lasst ihn euer Heil und euer Glück sein. Lasst ihn euer ganzes Leben ergreifen, damit es mit ihm seine ganze Entfaltung erreicht, damit alle eure Beziehungen, Aktivitäten, Gefühle und Gedanken mit ihm verbunden sind, so zu sagen „christozentrisch“. Ich wünsche, dass ihr mit Christus Gott als die Quelle und das Ziel eures Lebens anerkennt. (Botschaft zum VIII. Weltjugendtag, Oktober 1992)

Vertiefung:
Frage dich: „Hat Gott den ersten Platz in meinem Leben? Möchte ich aus meinem Leben ein Gebet machen, d.h. eine ständige Freundschaft mit Gott?“ Wenn Ja, dann kannst du jedes Mal, wenn du daran denkst, den Augenblick, den du gerade lebst, Gott darbringen. Danke Ihm für das, was gerade geschieht und vertraue Ihm an, was geschehen wird.

Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Gottesmutter:

Weihegebet:
Heilige Jungfrau, Dein ganzes Leben warst du der Liebe des Vaters zugewandt und hast immer die persönliche Gemeinschaft mit Gott gesucht. Maria, meine Mutter, Du hast im ständigen Gebet gelebt, indem Du Gott gelobt und Ihm in allen Situationen gedankt hast. Heute weihe ich Dir all meine Wünsche, Gott zu lieben und Ihm zu dienen, damit mein Leben Gebet wird und damit jeder Aspekt meines Lebens in beständiger Beziehung zu Gott stehe. Ich ersehne die persönliche Begegnung mit Ihm, damit Er mir Seine Liebe und Seine Gnade schenken kann und unter uns eine wahre Freundschaft entstehen kann. Maria, führe mich zum Vater.

Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen